Sanfte Yoga-Routinen für Seniorinnen und Senioren

Sicher anfangen: Grundlagen für ein gutes Gefühl

Beginnen Sie jede sanfte Yoga-Routine mit zwei bis drei Minuten ruhiger Nasenatmung. Legen Sie eine Hand auf den Bauch, spüren Sie die weiche Bewegung und verlängern Sie die Ausatmung leicht. Diese einfache Technik beruhigt, senkt Anspannung und bereitet den Körper achtsam auf Bewegung vor.
Achten Sie bei jeder Haltung auf weiche Knie, entspannte Schultern und einen langen Nacken. Kleine Korrekturen, wie eine sanfte Beckenaufrichtung, entlasten den unteren Rücken. Nutzen Sie Hilfsmittel, um die Haltung zu Ihnen anzupassen, statt umgekehrt. So bleibt die Praxis freundlich und schmerzfrei.
Fragen Sie sich kurz: Wie bin ich heute drauf? Wo fühlt es sich steif, wo leicht? Notieren Sie ein Mini-Ziel, etwa „heute sanft mobilisieren“. Ein Glas Wasser bereitstellen, Telefon stummschalten, Lieblingsdecke zurechtlegen – kleine Rituale signalisieren Ihrem Körper: Jetzt ist Zeit für mich.

Beweglichkeit in kleinen Schritten

Beginnen Sie im Sitzen: Schulterkreisen, sanfte Nackenneigung, Handgelenkskreisen. Fahren Sie fort mit Katzen-Kuh auf dem Stuhl und einem weichen Drehsitz. Abschließend zwei langsame Vorbeugen mit langer Ausatmung. Zehn Minuten reichen, um Steifheit zu lösen und den Tag ruhig und aufrecht zu begrüßen.

Beweglichkeit in kleinen Schritten

Der Stuhl stabilisiert und macht viele Haltungen zugänglich: Hüftöffner, leichte Seitneigungen, behutsame Drehungen. Er lädt zu Pausen ein und ermöglicht längeres, angenehmes Halten ohne Erschöpfung. Perfekt für alle, die noch unsicher stehen oder nach einer Pause wieder sanft einsteigen möchten.

Kraft ohne Druck: Stabilität aufbauen

Breiter Stand, Hände auf der Hüfte, Blick weich. Beugen Sie das vordere Knie minimal, spüren Sie die Fußaußenkante hinten. Halten Sie kurz, atmen Sie ruhig, lösen Sie. Diese reduzierte Variante baut Beinkraft auf, ohne Druck in den Knien. Wiederholen Sie zwei Runden pro Seite für spürbare Stabilität.

Kraft ohne Druck: Stabilität aufbauen

Im Sitzen beide Hände auf den Bauch, atmen und die tiefe Bauchmuskulatur sanft aktivieren. Fügen Sie eine Mini-Schiffchen-Variante am Stuhl hinzu: Rücken lang, Brustbein leicht anheben, Bauch aktiv. Wenige Atemzüge reichen. Diese sanfte Mitte schützt die Lendenwirbelsäule und erleichtert aufrechtes Sitzen im Alltag.

Ruhe finden: Entspannung und Schlafqualität

Legen Sie die Unterschenkel auf einen Stuhl, Rücken entspannt am Boden, Decke über den Bauch. Fünf bis acht Minuten einfach atmen. Diese Stellung entlastet den unteren Rücken, beruhigt die Beine und senkt innere Unruhe. Ideal als Abschluss sanfter Yoga-Routinen vor dem Zubettgehen.

Ruhe finden: Entspannung und Schlafqualität

Atmen Sie auf vier Schläge ein, auf sechs bis acht Schläge aus. Zählen Sie leise mit, Schultern sinken. Die verlängerte Ausatmung aktiviert den Parasympathikus und fördert tiefe Ruhe. Kombinieren Sie die Technik mit einer sanften Vorbeuge im Sitzen, um Spannungen spürbar abfließen zu lassen.

Langsame Flows für Puls und Blutdruck

Wählen Sie ruhige Übergänge: Einatmen – Arme anheben, Ausatmen – Arme sinken lassen. Kein Hast, keine Haltewettbewerbe. Beobachten Sie Puls und Atem, gönnen Sie zwischen Sequenzen kurze Pausen. So bleibt der Kreislauf stabil, und die wohltuende Wirkung der Bewegung kann sich sanft entfalten.

Mit Ärztin oder Arzt abstimmen

Wenn Sie Vorerkrankungen haben, besprechen Sie geplante Übungen kurz mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Fragen Sie nach individuellen Empfehlungen und erlaubten Belastungen. So passt Ihre sanfte Yoga-Routine wirklich zu Ihnen, stärkt Vertrauen und macht Fortschritte sicher – in Ihrem Tempo, mit einem Lächeln.

Evas erste Woche

Eva, 72, begann mit fünf Minuten täglich. Am dritten Tag merkte sie, wie der Nacken lockerer wurde. Nach zwei Wochen stand sie sicherer beim Zähneputzen. Ihre Erkenntnis: Kleine, sanfte Yoga-Routinen wirken leise, aber zuverlässig – besonders, wenn man sich über jeden kleinen Fortschritt freut.

Mini-Ziele und Kalender

Setzen Sie klare, kleine Ziele: drei Einheiten pro Woche, eine neue Haltung pro Monat. Haken Sie im Kalender ab und feiern Sie Konstanz, nicht Perfektion. So entsteht eine freundliche Gewohnheit, die Ihr Wohlbefinden trägt und Ihnen jeden Tag ein bisschen Leichtigkeit schenkt.

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Hilfsmittel und Raum: Ihr kleines Studio zu Hause

Eine gefaltete Decke polstert Knie und stützt das Becken. Ein Yogagurt verlängert die Arme in Vorbeugen. Ein stabiler Stuhl gibt Sicherheit in Balancehaltungen. Diese Hilfsmittel machen Haltungen zugänglich und angenehm, ohne den Nutzen zu mindern – sie bringen die Haltung zu Ihnen.
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